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Schöningen
am Elm ist der älteste Ort
im (ehemaligen) Großherzogtum
Braunschweig. Urkundlich wurde
die Stadt bereits im Jahre 748
erwähnt und erhielt im 14.Jahrhundert
das Stadtrecht, allerdings
lässt sich eine konstante Besiedlung
bis Christi Geburt nachweisen.
Über
die Jahrhunderte hinweg zogen
Kaiser, Könige und Prinzen,
wie etwa Karl der Große
oder Pippin der Jüngere, in
Schöningen ein. Die Stadt diente
in ihrer Geschichte den Welfen
als gewaltiger Schutzwall ihrer
östlichen Landesgrenzen, dem
Deutsch-Ritter-Orden
mit der naheliegenden Elmsburg
als Hort und, so wird vermutet,
auch den Karolingern als Vorposten
gegen die Slawen.
Im
Jahre 1995 fand man im
ehemaligen Schöninger Tagebaugebiet
die 400.000 Jahre alten "Schöninger Speere",
die bisher ältesten und vollständig
erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit.
Wissenschaftlich ist dies von
besonderer Bedeutung und veränderte
die Sichtweise auf den europäischen
Urmenschen grundlegend, da es
nun nachweisbar ist, das bereits
der Homo erectus und
sogar der frühe Neandertaler
über kollektive Jagdfähigkeiten
verfügten und nicht wie zuvor
angenommen reine Aasfresser
waren.
Aber
auch in der vergleichsweise jüngeren
Geschichte machte Schöningen
auf sich aufmerksam. 1883
wurde vom gebürtigen Schöninger
Rudolf Sachtleben die
"Sachtleben & Co. Lithopone Fabrik"
in Schöningen gegründet, aus
der später "Sachtleben
Chemie" hervorging,
heute einer der führenden und
international agierenden Hersteller hochwertiger Chemieprodukte.
Wilhelm Lefeldt erfand und baute 1876 in Schöningen die Milchschleuder,
welche die sehr kraft-, kosten-
und zeitintensive Arbeit der
Milchverarbeitung revolutionierte
und heute als die erste praktisch-brauchbare
Zentrifuge gilt, die weltweit
zum Einsatz kam. In den 1960er
machte der gebürtige Schöninger
Connie Velensek auf Schöningen
aufmerksam, als er den Box-Europameistertitel
im Leichtgewicht errung.
Heute
leben im Stadtgebiet von Schöningen
(inkl. der Ortsteile Hoiersdorf
und Esbeck) zirka 12.900 Einwohner.
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